
Alice Tillack lebt und arbeitet als Künstlerin in Hamburg.
In ihrer Malerei setzt sie sich mit Erinnerung, Brüchen und existenziellen Spannungen auseinander. Ihre Arbeiten entstehen aus einer persönlichen Perspektive, bleiben jedoch nicht im Privaten stehen. Sie untersuchen Identität im Spannungsfeld von Rolle, Verantwortung und Selbstbehauptung.
Ein wiederkehrendes Motiv ist der Körper als Austragungsort innerer Zustände. Er erscheint weder idealisiert noch abgeschlossen, sondern als Träger von Erfahrung, Arbeit und Zuschreibung. Besonders im Kontext von Mutterschaft interessiert Tillack, wie sich Verantwortung, gesellschaftliche Erwartungen und Fürsorge in das eigene Selbst einschreiben.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Druck und Offenheit, zwischen Handlung und Innehalten. Sie machen sichtbar, was häufig überdeckt bleibt: Ambivalenz, Widerspruch und die Suche nach einem Kern jenseits von Funktion.

